Was ist die funktionellen Magnetresonanztomografie

Die medizinische Bildgebung leistet heute Erstaunliches. Mit der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) lassen sich in der Forschung Funktionen im Körperinneren darstellen, beispielsweise im Gehirn. Aus sichtbar gemachten Durchblutungsänderungen im Gehirn kann man auf Stoffwechselvorgänge schließen. Dabei macht man sich die unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften von sauerstoffreichem und sauerstoffarmem Blut zu nutzen. Aktiviert man Areale der Hirnrinde (Kortex), so wird der Stoffwechsel gesteigert. Dies erhöht überproportionale den Blutfluss, der über einen komplizierten Vorgang eine Signaländerung im MRT-Bild ergibt. Um Rückschlüsse auf den Ort einer neuronalen Aktivität – einer Aktivität der Reizleitung – zu ziehen, wird das Signal des Gewebes zu zwei Zeitpunkten verglichen – einmal im Ruhe- oder Kontrollzustand und dann im Experimentalzustand. Diese verschiedenen Aufnahmen werden durch statistische Verfahren miteinander verglichen und die statistisch bedeutsamen Unterschiede dargestellt werden.
Für fMRT-Untersuchung benötigt man in der Regel drei Aufnahmephasen: den Prescan, bei dem geprüft wird, ob der Proband im Gerät richtig gelagert ist. Dann folgt der anatomische Scan, der räumlich hoch aufgelöst gefahren wird, um die Anatomie des zu untersuchenden Bereichs exakt darzustellen. Der eigentliche Scan läuft dann wieder sehr schnell ab und stellt die Durchblutungsunterschiede im untersuchten Gewebe dar. Bei einem Test zu Versuchszwecken kann dem Probanden in der dritten Phase ein Reiz präsentiert werden, der mit einer Aufgabe verknüpft ist, in unserem Beispiel mit der Überprüfung der Erinnerung an die abends zuvor gelernten Wortpaare. Durch statistische Verfahren werden die Daten aus der Ruhephase mit denen aus der Testphase verglichen und der errechnete Unterschied in Falschfarben auf den anatomischen MRT-Scan projiziert.
Datum: 
14.05.2013