Sonne ohne Reue

Datum: 
21.06.2012

Autor: Anja Schulte-Lutz, Bundesamt für Strahlenschutz

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Foto: pixelio.de/Carsten Grunwald

Sommeranfang – die aktivste und sonnigste Zeit des Jahres steht bevor. Besonders sportlich aktive Menschen verbringen in den Sommermonaten so viel Zeit wie möglich im Freien – können ihre Haut damit aber leicht überfordern. Denn die Sonne steigert nicht nur das Wohlbefinden. Sie hat auch ihre Schattenseiten: Zu viel UV-Strahlung und Sonnenbrände erhöhen nachweislich das Hautkrebsrisiko. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 224.000 Menschen an Hautkrebs - Tendenz steigend.

„Jeder Sonnenbrand – vor allem in der Kindheit – erhöht das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. Die Haut vergisst nichts. Doch das muss nicht sein, denn mit dem richtigen Sonnenschutz lässt sich die Zeit im Freien für Klein und Groß ohne Reue genießen“, betont Dr. Thomas Jung, Leiter der Abteilung Strahlenwirkungen und Strahlenrisiken im Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). „Es ist aber noch ein weiter Weg, bis ein verantwortlicher Sonnenschutz auch gelebt wird.“ Gerade Freizeitsportler, die tagsüber im Büro sitzen und die Sommerwochenenden für sportliche Aktivitäten nutzen, sind gefährdet. Ebenso wie der sportliche Nachwuchs: Sonnenbrände im Kindes- und Jugendalter erhöhen maßgeblich das spätere Hautkrebsrisiko.

Eine wichtige Hilfe für den richtigen Sonnenschutz ist die Vorhersage des UV-Index. „Sie zeigt an, wie stark die UV-Strahlung im Laufe des Tages wird. Am UV-Index lässt sich einfach ablesen, wie hoch das Sonnenbrandrisiko ist und wie ich mich am besten vor der Sonne schütze“, erläutert Jung.

Das Bundesamt für Strahlenschutz veröffentlicht im Internet immer freitags die Prognose für das Wochenende – die Hauptzeit für Freizeitaktivitäten.

Hier die wichtigste Tipps zum Sonnenschutz:

• Weite, bequeme Kleidung schützt besser als Sonnencreme. Zusammen mit einer Kopfbedeckung zum Schutz von Kopf und Gesicht ist das der beste Schutz.
• Die Sonnenbrille ist nicht nur cool. Wenn ihre Gläser den Hinweis "100 Prozent UV-Schutz" oder "UV 400" tragen und die Brille auch seitlich eng am Kopf anliegt, schützt sie auch vor UV-Strahlen.
• Für alle unbedeckten Hautflächen gilt: großzügig und regelmäßig mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen.
• Um die Mittagszeit ist ein Platz im Schatten oder im Haus der richtige.

Damit jeder seinen Platz im Schatten findet, sind auch Vereine, öffentliche und private Träger gefragt: Auf Sportplätzen, in Stadtparks, Schwimmbädern, Schulen und Kindergärten sollten ausreichend Schattenplätze vorhanden sein. Oft ist das mit einfachen und optisch ansprechenden Mitteln möglich – ein Sonnensegel mit Vereinslogo kann ein echter Hingucker sein.