Nutzung von Gesundheitsdaten zur Behandlung und Versorgung von Patienten extrem wichtig

Für alle Lebensbereiche gilt schon jetzt und auch in der Zukunft: „Ohne Daten ein Dilemma“. Das betrifft die privaten Belange des Bürgers und erst recht alle Unternehmen und die gesamte öffentliche Verwaltung. Nur im Bereich des Gesundheitswesens leisten wir uns den Luxus, in allen Bereichen der stationären und ambulanten Versorgung, Behandlung und Betreuung riesige Datenfriedhöfe anzulegen. Unmengen von Daten liegen in einzelnen Verantwortungsbereichen – bei den Krankenkassen, den Krankenhäusern, den ambulant tätigen Ärzte, den Einrichtungen der Pflege, den Gesundheitsämter. Und jeder erhebt und pflegt für sich alleine. Ein Zusammenspiel dieser Datenbestände existiert nicht.

Geht es um die individuelle Versorgung des einzelnen Patienten, muss erst in einem aufwändigen Frage- und Antwortspiel zwischen Behandelndem und Patienten ermittelt werden, welche Hintergründe es zum Gesundheitszustand des einzelnen Bürgers gibt. Oft müssen dann die Daten mit sehr viel technischem, personellem und finanziellem Aufwand ermittelt oder hergestellt werden. Und auch der Patienten kann sich nicht unbedingt an solche Gesundheitseckdaten erinnern, wenn er danach gefragt wird. Manches fällt vielleicht sogar ganz unter den Tisch.

Darunter leidet letztendlich die Lebensqualität des Patienten und auch des Mitarbeiters der jeweiligen Berufsgruppe – denn immer wieder müssen mit erhöhtem Aufwand die Ansätze für die Versorgung gefunden werden. Dies kostet Zeit und Geld und führt zur Verzögerung im Ablauf der gesamten Behandlung des Patienten - erst recht dann, wenn mehrere Berufsgruppen und Institutionen involviert sind.

Auch die Gefahr durch eine falsche Medikamentenverschreibung lässt sich durch eine gute Dokumentation in diesem Gesundheitspass vermeiden. Auch die Verschreibung von Medikamenten, die sich gegenseitig aufheben oder sogar zu gefährlichen Komplikationen führen können, wird hierdurch verhindert.

DGVP 26.09.2012

Datum: 
01.10.2012