Erektionsstörungen sind Warnsignale für Herzkrankheiten & Diabetes

Zwei aktuelle Studien konnten erneut bestätigen, dass Erektionsstörungen ein Warnsignal für Herzkrankheiten und Diabetes Typ-2 sind. „Fast die Hälfte aller neu diagnostizierten Typ-2-Diabetiker leidet der neuen Studie zufolge an ED“, erklärt Dr. med. Axel-Jürg Potempa, Urologe aus München, „und das kann ich aus meinem Praxisalltag bestätigen.“
Darüber hinaus festigen sich Erektionsstörungen gemäß einer weiteren Studie als Risikofaktor und Vorbote für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Ältere Herz-Risiko-Patienten mit Erektionsstörungen sollten nach der Erstdiagnose stets zum Herzspezialisten überwiesen werden, damit der Gesundheitszustand des Herz-Kreislauf-Systems überprüft werden kann“, empfiehlt Potempa. Ironie des Schicksals: Ausgerechnet der Viagra-Wirkstoff Sildenafil (zur Behandlung von Erektionsstörungen) sollte noch stärker auf seine Wirksamkeit zur „Kardioprotektion“ untersucht werden, so das Fazit einer weiteren Untersuchung. „Sildenafil ist eine wichtige Therapieoption bei ED. Wenn Mann mit der Einnahme gleichzeitig noch sein Herz-Kreislauf-System stärken kann, dann ist das doppelt zu begrüßen“, so Potempa. Vor dem Hintergrund betrachtet, dass PDE 5-Hemmer wie Sildenafil gemäß einer weiteren Studie auch eine effektive und sichere Therapieoption für Männer mit Begleiterkrankungen sind, erscheint der Viagra-Wirkstoff eine geeignete Wahl für Männer mit ED. „Oftmals sind jedoch die hohen Kosten der Viagra-Tabletten ein Hemmnis – doch das wird sich ändern, wenn ab 1. Juni das erste, etwa 80% günstigere Sildenafil-Generikum von Viagra-Originalhersteller Pfizer auf den Markt kommt“, erklärt Potempa. Und ab 23. Juni, wenn das Viagra-Patent offiziell endet, werden zahlreiche Sildenafil-Generika unterschiedlicher Hersteller erhältlich sein – mit vergleichbarer Wirksamkeit & Sicherheit, aber wesentlich preiswerter.
Datum: 
04.06.2013