Christophsbad zertifiziert

Christophsbad zertifiziert: Qualität unter die Lupe genommen


Rund zweieinhalb Jahre nach dem Beschluss zur kompletten Zertifizierung des Christophsbads und der Entscheidung für ein Zertifizierungsverfahren, bei dem unabhängige Auditoren die Prüfung durchführen, war es jetzt soweit: Gemeinsam mit Pflegedirektorin Birgit Gambert, dem Ärztlichen Direktor Herrn Dr. Leo Hermle, der gesamten Leitungsmannschaft und vielen Mitarbeitern konnten die Geschäftsführer des Christophsbads, Bernhard Wehde und Oliver Stockinger die Urkunden als Beleg für die erfolgreiche Zertifizierung in Empfang nehmen. Am 23. September wurden sie vom Leiter der Zertifizierungsstelle WIESO CERT, Stephan Achtermann, übergeben, der ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis konstatieren konnte.


Ohne Fleiß keinen Preis – Prüfer und Geprüfte, dass war bei der Übergabe hör- und sichtbar, waren überaus zufrieden mit dem prima Ergebnis. „Die intensive Arbeit in allen Bereichen erforderte unvermeidlich großen zusätzlichen Einsatz von allen Berufsgruppen, Schulungen und Workshops. Das Analysieren, Definieren und Erfassen zum Beispiel der wesentlichen Pflegeprozesse und deren Dokumentation, bringt Sicherheit für unsere Patienten und Klarheit für erfahrene wie auch insbesondere für neue Mitarbeiter. Gleichzeitig wird der Wert der pflegerischen Arbeit deutlich, wenn die Qualitätsmerkmale herausgearbeitet sind“, erklärt Pflegedirektorin Gambert. Besonderen Wert und Bestätigung brachten dann auch die Ergebnisse der Patienten- und Bewohnerbefragung, sowie der Mitarbeiterbefragung, die von einem unabhängigen Mannheimer Institut durchgeführt wurden.

Die Entscheidung vor zweieinhalb Jahren, das gesamte Christophsbad mit allen Bereichen und über 1100 Mitarbeitern als Ganzes zu zertifizieren, war langfristig geplant und wohl überlegt. „Schließlich war allen Beteiligten klar, dass in einer Zeit knapper Ressourcen zusätzlicher Einsatz und Aufwand von allen Mitarbeitern bewältigt werden müssen. Damit dieses Engagement auch Früchte trägt, haben wir von Anfang an festgelegt, dass es uns nicht darum geht, die Zertifizierung schnellstmöglichst zu erreichen, sondern intensiven Nutzen daraus zu ziehen. Darüber hinaus waren der Leitung und insbesondere auch dem Verwaltungsrat des Christophsbads die Rückmeldungen aus der Patienten/Bewohner- und Mitarbeiterbefragung besonders wichtig“, erläutert Bernhard Wehde und fasst die wesentlichen Kriterien für die richtige Auswahl des Zertifizierungsverfahren und die Entscheidung für KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen) wie folgt zusammen:

1. „Wir wollten ein unabhängiges Qualitätsprüfungsverfahren von Fachleuten für Fachleute, das heißt ein Verfahren in dem erfahrene Ärzte, Pflegekräfte und Manager anderer Krankenhäuser, Rehabilitationseinrichtungen und Pflegeheime beteiligt sind. Ein Verfahren, das auf Krankenhäuser und soziale Einrichtungen spezialisiert ist.

2. KTQ bietet eine schlüssige Systematik, um Aussagen über die Qualität und die Prozessabläufe in der Versorgung und sechs zentralen Kategorien zu treffen. Dies sind:

  • Patientenorientierung
  • Mitarbeiterorientierung
  • Sicherheit
  • Kommunikation und Information
  • Führung
  • Qualitätsmanagement

3. Das Verfahren unserer Wahl sollte sich durch eine breite Anerkennung auszeichnen, das heißt gleichermaßen von den Kostenträgern im Gesundheitswesen, den maßgeblichen Berufsverbänden und den Leistungserbringern also Krankenhäusern, Heimen und anderen Einrichtungen respektiert und getragen sein. KTQ verfügt über diese breite Anerkennung, denn Krankenkassen und Deutsche Rentenversicherung, Bundesärztekammer, Hartmannbund und Deutscher Pflegerat, wie auch die Deutsche Krankenhausgesellschaft sind KTQ-Gesellschafter. Sie prägen und anerkennen damit gemeinsam das Zertifizierungsverfahren.

Elke Odenbach und Sigrid Fritzenschaft sowie die Mitarbeiterinnen Silke Conrad-Lang und Katja Pietschmann von den Stabsstellen Qualitätsmanagement und Organisation, die die Zertifizierung operativ koordiniert und begleitet haben, sind überzeugt davon, dass Organisationen jeder Größe und Sparte, die erfolgreich sein wollen, ein etabliertes Qualitätsmanagement brauchen. Für Elke Odenbach ist dies nicht die erste große Zertifizierung eines Krankenhauses, sie ist überzeugt davon, dass Patienten, Mitarbeiter und die Organisation vom KTQ-Verfahren profitieren. Sie ist dankbar, dass die Mitarbeiter in allen Bereichen sie in den Jahren ausdauernd unterstützt haben und ganz im Sinne des Verfahrens zu den Protagonisten wurden, auf deren Arbeit das Verfahren basiert. Leitung und Geschäftsführung bestärkten diesen Dank an die Mitarbeiter auch in Anbetracht des überdurchschnittlichen Ergebnisses.

Stephan Achtermann von der Zertifizierungsstelle WIESO CERT, konnte den anwesenden Mitarbeitern nicht nur eine überdurchschnittliche Leistung, sondern auch Bescheidenheit bescheinigen: "Es ist selten, dass sich eine Einrichtung in ihrer Selbstbewertung weniger gut einschätzt, als die Visitatoren (Gutachter) dies in der Fremdbewertung tun. Sowohl beim Akutklinikum, als auch beim Christophsheim war dies der Fall." Dabei gelang es dem Christophsbad, den bundesdeutschen Durchschnitt der über 600 von KTQ zertifizierten Einrichtungen deutlich zu übertreffen. "Dies gelingt nur, wenn sich alle Bereiche des Hauses einbringen – und das verdient Hochachtung. Das ist hervorragend!" Besondere Stärken zeigte das Akutklinikum und das Christophsheim dabei in der Patienten- und Bewohnerversorgung, angefangen von Aufnahme und Anamnese bis zur Koordination von Therapien und interdisziplinärer Betreuung.

Für die ärztliche Leitung bestätigt Klinikdirektor Dr. Hermle aus der jetzt gemachten Erfahrung heraus, dass das Gütesiegel nach KTQ wirklich eine echte Gemeinschaftsleistung aller am Christophsbad Beschäftigten ist: "Es werden nicht nur die Abläufe präzisiert und verbessert, sondern auch parallel dazu die berufsgruppen- und hierarchieübergreifende Zusammenarbeit gefördert."

Die Geschäftsführung des Christophsbads hat abschließend eigentlich nur noch einen Wunsch an die Politik: dass zukünftig Zertifizierungsergebnisse und der Aufwand für Zertifizierung und transparente Arbeit auch in Gänze vergütungsrelevant werden – der Aufwand für nachprüfbare Qualität ist keineswegs unerheblich.

Kontakt:
Constanze Bütterlin
Kommunikationsreferentin
Telefon 07161 601-2049
Fax 07161 601-9313
E-Mail constanze.buetterlin@christophsbad.de
Christophsbad GmbH & Co. Fachkrankenhaus KG
Faurndauer Straße 6-28
73035 Göppingen