Medizin

Derzeit wird in Deutschland der Anteil der Erwachsenen mit bekanntem Typ 2 Diabetes auf sieben bis acht Prozent geschätzt. Anhand neuer epidemiologischer Daten muss im Jahr 2030 in der Altersklasse der 55 bis 74-Jährigen von 3,9 Millionen Personen mit Typ 2 Diabetes ausgegangen werden. Gegenüber heute bedeutet das einen Anstieg um mehr als 1,5 Millionen Personen. Würde allein nur jede zweite Person mit Prä-Diabetes dauerhaft an Maßnahmen zur Prävention teilnehmen, ließen sich bis zum Jahr 2030 mehr als 370.000 Diabetes-Fälle vermeiden.

Junge Schmerzpatienten werden schlecht versorgt

Verfasst von KSM am 6. August 2012 - 13:46
Viele (Um)Wege führen zum Spezialisten: Mit bis zu 28 Ärzten hatten Kinder und Jugendliche mit chronischen Schmerzen kontakt, bevor sie eine spezialisierte Behandlung erhalten. Und: Viele der jugendlichen Patienten nehmen Schmerzmedikamente ein, obwohl diese aus ärztlicher Sicht nicht zu empfehlen sind. Diese Ergebnisse der neuen Studie des Deutschen Kinderschmerzzentrums (DKSZ) werfen kein gutes Licht auf die Versorgung junger Schmerzpatienten in Deutschland.

Die innere Uhr unserer Haut

Verfasst von Gast am 30. Juli 2012 - 11:11
Ein Forscherteam der Charité Berlin hat zusammen mit Wissenschaftlern eines Hamburger Unternehmens jetzt herausgefunden, dass auch die menschliche Haut eine innere Uhr besitzt, die unter anderem für die zeitliche Steuerung ihrer Reparatur und Regeneration zuständig ist. Erste Ergebnisse der Grundlagenforschung veröffentlicht das Team in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Proceedings of the Academy of Science (PNAS)*.

Adipositaschirurgie: Keine Wunderwaffe!

Verfasst von Gast am 17. Juli 2012 - 13:58

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Für stark übergewichtige Menschen, denen es nicht gelingt, mit konservativen Gewichtsreduktionsmethoden abzunehmen, bietet sich die Möglichkeit eines operativen Eingriffs an. Es gibt verschiedene Operationsmethoden, mit denen man den Magen verkleinern und das Hungergefühl reduzieren kann. Bei vielen Patienten, die sich solchen Eingriffen unterzogen, wurde beobachtet, dass sie dadurch nicht nur ihr Übergewicht loswurden: Als „positive Nebenwirkung“ normalisierten sich bei übergewichtigen Patienten, die an Typ-2-Diabetes litten, nach der Operation auch die Blutzuckerwerte. Orale Antidiabetika bzw. Insulin konnten eingespart oder sogar ganz abgesetzt werden.

Autor: Marion Zerbst/Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie

Ärzte müssen Eigendiagnosen kritisch prüfen

Verfasst von Gast am 12. Juli 2012 - 14:51
Wenn Patienten gegenüber Ärzten sachkundig erscheinende Eigendiagnosen äußern, müssen Ärzte trotzdem eigenverantwortlich alle notwendigen Schritte unternehmen, um die Erkrankung zu untersuchen und zu behandeln. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz mit Beschluss vom 30.01.2012 (Az. 5 U 857/11) festgehalten.

Magen-OP bei Diabetes

Verfasst von Gast am 12. Juli 2012 - 14:44

Diabetes kehrt bei jedem Fünften zurück

Autor: Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE)

Operationen am Magen-Darmtrakt dämmen einen Diabetes mellitus offensichtlich doch nicht so wirksam ein, wie bislang angenommen: Wie eine aktuelle US-amerikanische Studie zeigt, tritt der Diabetes bei einem Fünftel der Operierten nach drei bis fünf Jahren wieder auf. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) weist darauf hin, dass angesichts dieser Ergebnisse nach wie vor sehr sorgfältig abzuwägen sei, ob ein chirurgischer Eingriff am Magen-Darm-Trakt bei Menschen mit Diabetes tatsächlich zu vertreten ist.

Reisezeit mit Ansteckungsrisiko: Hepatitis Vorsorge

Verfasst von Gast am 10. Juli 2012 - 12:15
Es ist sinnvoll, sich vor jeder Reise in ein südliches Land Gedanken zum Impfschutz gegen Hepatitis A und B zu machen. Nach einer Untersuchung des Robert- Koch-Institutes stammen über 50 Prozent der nach Deutschland eingeschleppten Hepatitis A-Fälle aus den Mittelmeeranrainerstaaten, so dass auch für Urlauber eine Impfung ratsam sein kann.

Neu entdecktes Gen verursacht Immundefekt

Verfasst von Gast am 14. Juni 2012 - 14:22
Einer Arbeitsgruppe des Centrum für Chronische Immundefizienz (CCI) am Universitätsklinikum Freiburg gelang es, ein Gen zu identifizieren, dass für das Funktionieren der menschlichen Abwehr sowie für Autoimmunerkrankungen eine Schlüsselrolle spielt.

Die Gene essen mit

Verfasst von WW am 11. Juni 2012 - 15:09
War man früher der Meinung, dass unsere Gene unser Leben in festen, unabänderlichen Bahnen leiten, zeichnet sich heute eine neue Sichtweise ab. Denn der noch junge Wissenschaftszweig der Epigenetik setzt derzeit neue Meilensteine in der Ernährungsforschung. Die Epigenetik beschreibt, wie die Aktivitätszustände unserer Gene durch Umweltfaktoren wie Qualität und Quantität des Nahrungsangebotes, Hormone oder Lebensstil beeinflusst werden. Vor allem in den ersten 1000 Tagen nach der Befruchtung einer menschlichen Eizelle – also in Schwangerschaft und den ersten Lebenswochen nach der Geburt – sind epigenetische Prägungen heute schon bekannt, mit Langzeiteffekten für die Gesundheit des Menschen.
Der weltweit erste genbasierte Prostatakrebstest kann die frühzeitige Diagnose von Prostatakrebs verbessern. Das bestätigen auch die neuesten Daten aus einer Studie an 570 Patienten, die in der Maiausgabe der Fachzeitschrift Journal of Urology veröffentlicht wurde.

von Martin Fleischmann