Altersvergesslichkeit und Schlafmangel

Tiefschlaf spielt für die Gedächtnisbildung eine bedeutende Rolle. Untersuchungen amerikanischer Forscher haben den Verdacht bestätigt, dass Patienten mit verminderter Tiefschlaf-Aktivitäten (so genannte Slow Waver) Probleme damit haben, neue Sinneseindrücke abzuspeichern. Bei dem Experiment, das in dem Wisenschaftsmagazin "Nature Neuroscience" aktuell publiziert wurde, wurde 15 Senioren und 18 jungen Erwachsenen die Aufgabe gestellt, sich am Abend vor dem Einschlafen bestimmte Wortpaare zu merken. Während des Schlafs wurden mittels EEG die Hirnaktivitäten reguistriert. Am nächsten Morgen prüfte man das Wortgedächtnis der Probanden, während sie in einem funktionellen Magnetresonanztomografen lagen. Bei der Seniorengruppe zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der frontalen Hirnatrophie und dem Schweregrad der nächtlichen Tiefschlafstörungen. Bei den Senioren stellte man eine Schlafqualität fest, die um 75% schlechter war als die der jungen Probanden. Die Gedächtnisleistung fiel sogar um 55% geringer aus.
(Bryce Al. Mander et al., Nature Neuroscience 2013, online first)
Datum: 
14.05.2013